Säure-Basen-Haushalt

Sich für eine vegane Ernährungsweise zu entscheiden, hat vielfältige individuelle Gründe und Ursachen. Dass wir uns rein pflanzlich ernähren, resultiert aus der näheren Auseinandersetzung mit dem Säure-Basenhaushalt des Körpers. 

Heutzutage gibt es zahlreiche Ernährungsformen, die mit den Labels vegan, glutenfrei, paleo, lowcarb, raw oder aryuveda gekennzeichnet sind. Gewiss haben diese verschiedenen Ernährungskonzepte individuelle Vorzüge - vor allem auf die Gesundheit. Der Säure-Basenhaushalt ist unserer Meinung jedoch der Indikator schlechthin, der unser Wohlbefinden mitbestimmt. Doch was genau ist damit gemeint? Unser Organismus hat einen bestimmten pH-Wert, der durch Faktoren wie Stress, Ernährung, Giftstoffe durch Umweltverschmutzung oder durchs Rauchen, übermäßigen Sport oder unsere generelle Lebensweise beeinflusst wird. Eine Übersäuerung wirkt sich negativ auf unseren Körper aus. Durch die Verstoffwechselung von Nahrung fallen unbrauchbare und giftige Stoffe wie Säuren und Schlacken an, die vom Körper neutralisiert werden müssen. Unsere Nahrung beinhaltet neben den Makronährstoffen (Fette, Eiweiß und Kohlenhydrate) auch Mikronährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe. Diese Mineralstoffe sind entweder säure- oder basenbildend. Säurebildende Mineralien sind unter Anderem Jod, Chlor, Phosphor und Schwefel. Bei der Verdauung werden diese dann zu Schwefelsäure, Salzsäure oder Phosphorsäure umgewandelt. Ist die Menge der entstandenen Säuren zu hoch, müssen sie im Körper zwischengelagert werden. So gelangen sie ins Bindegewebe, in die Gelenke, in Organe wie die Niere oder Leber und in die Blutgefäße. Durch die Einlagerung im Körper können die Säuren nun Schäden anrichten und Krankheiten begünstigen. Oft werden für die Neutralisierung der Säuren dem Körper auch Mineralstoffe wie Calcium entzogen, was sich ebenfalls negativ auf den Organismus auswirkt. Das Paradebeispiel dafür ist der Milchkonsum. Milch wirkt bei der Verdauung säurebildend und obwohl sie einen hohen Calciumanteil besitzt, wird dem Körper sogar noch Calcium entzogen, um die Säure zu neutralisieren. Das Ergebnis ist Knochenschwund, statt (wie die Lebensmittelindustrie uns immer noch weismachen möchte) die Stärkung der Knochen. Um den pH-Wert des Körpers leicht basisch zu halten, müssen wir Stress und eine ungesunde Ernährung und Lebensweise meiden. Alle tierischen Lebensmittel sind säurebildend. Aufgrund dieser Tatsache kamen wir ins Grübeln und wir entschieden uns in einem Prozess der Auseinandersetzung mit Lebensmitteln zu einer rein pflanzlichen Ernährung. Doch auch einige pflanzliche Lebensmittel wie einige Hülsenfrüchte, Sojaprodukte, Getreide oder Nüsse sind säurebildend. Diese gehören jedoch zu den "guten" Säuren. Lebensmittel wirken auf acht unterschiedlichen Ebenen säure- oder basenbildend. Während die "schlechten" Säuren nun auf allen acht Ebenen wirken, wirken "gute" Säuren nur auf einer oder zwei Ebenen säurebildend. Die Ernährung sollte nun zu 70-80 Prozent aus basendbildenden Lebensmitteln und zu 20-30 Prozent aus säurebildenden Lebensmitteln bestehen, um den Säure-Basenhaushalt des Körpers basenüberschüssig zu halten. Wir haben denjenigen, die sich dafür interessieren, eine PDF-Tabelle vom Zentrum der Gesundheit angefügt, die viele Lebensmittel in ihrer Wirkung zeigt.


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